12 Wochen | Baby-Update

12 Wochen | Baby-Update

Etwas mehr als 12 Wochen ist unser Reabeitlchen nun bereits alt und es wird Zeit für ein erstes Baby-Update.

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Vorab möchte ich noch etwas zu meinem Geburtsbericht loswerden, auf den ich viel Reaktion erhalten habe… einerseits Mädels, die sich für meine ehrlichen Worte bedankt haben… andererseits kritische Worte, warum ich das so öffentlich mache… Ich mache es so öffentlich, weil ich nun mal einen Blog habe UND weil mir das Schönwetter-Gerede rund um Schwangerschaft, Geburt und Babies etwas am Keks geht. Ich denke nicht, dass ich zuviel Privates preisgegeben und trotzdem deutlich gemacht hab, dass ich so etwas wie Klemens‘ Geburt nicht unbedingt wiederholenswert finde… Nein, geradezu Angst davor habe.

Es gibt viele Frauen, denen es ebenso geht. Es gibt Frauen, denen es noch viel schlimmer geht. Frauen, die vor allem auch schlimmeres erlebt haben, das ist mir klar, und ich wollte auch kein Mitleid… aber darüber, dass man eine Geburt, sei sie jetzt spontan oder per Kaiserschnitt, als, sorry, scheiße empfunden hat, darüber spricht nur niemand! Jeder fragt dich wie es dir geht, aber die Wenigsten interessiert es wirklich. Von den Mamas will man einfach nur hören, „Danke, alles bestens!“. Das würde ich auch wirklich liebend gerne sagen. Es ist aber nicht alles bestens… und deswegen sage ich eben wie es ist!

Klar bin ich überglücklich, dass es meinem Baby gut geht. Es hätte anders ausgehen können. Aber ich kann darüber glücklich und dankbar dafür sein und das Erlebte trotzdem schwer wegstecken können.

Auch die ersten Wochen MIT Baby haben darunter gelitten UND dieses Gefühl verstärkt. Durch den Kaiserschnitt konnte ich mich nur mühsam bewegen und durfte nicht „schwer“ heben. Da ich also das Baby nicht mit Wanne tragen konnte, war ich daheim eingesperrt. Für mich ein Horror. Spaziergang ging immer nur, wenn mein Mann zu einer christlichen Zeit daheim war, denn er konnte in der ersten Zeit mit Baby nicht zuhause bei uns bleiben. Wäre nicht mein Schwesterlein nochmal für eine Woche gekommen, wäre ich vermutlich komplett verzweifelt zwischen dem Baby, das so viel Aufmerksamkeit benötigte (und auf das ich irgendwie meinen kompletten Fokus gerichtet habe), meiner „Isolation“ und dem Haushalt… bei dem ich, warum auch immer, die absurde Erwartung an mich selbst hatte, den auch noch irgendwie gewuppt zu kriegen…dumm. Wer behauptet, ein (Wunsch-)Kaiserschnitt wäre die „einfache Lösung“, der irrt! … Das Wochenbett ist aber ein ganz eigenes Thema…

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Das Baby-Update

Um dem ganzen eine gewisse, einheitliche Struktur zu verleihen, halte ich mich an die Baby-Updates von Grünspross und beantworte zu den Updates immer ein paar Fragen. (Witzig zu lesen, wieviele Ähnlichkeiten bei unseren Babies bestehen… dabei denkt man doch immer, das eigene wäre einzigartig.)

little mothersucker

12 Wochen / 3 Monate Baby sein

Ich bin 6.155g schwer und 61.5 cm groß

Ich trage Kleidergröße: 62 (noch…bei Bodies;bei Oberteilen oder Unterteilen eher noch 56…Auch da wirds langsam knapp)

Lieblingsbeschäftigung: Kämpfen mit dem Flieger*; Turnen und Strampeln unter dem Trapez*; an Mamas Busen kuscheln; die Finger oder am besten gleich die ganze Hand in den Mund stecken; Mamas Finger in den Mund stecken; alles, was mir zwischen die Finger kommt in den Mund stecken; Wickeln, da führt sich Mama immer so lustig auf; Baden mit Papa; massiert werden; Spazieren mit meinem Freund Henri und seiner Mama Sabrina; Treffen mit Laura und Helene und ihren Mamas Bettina und Maria – da bin ich der Hahn im Korb!

Das mag ich gar nicht: Müde werden; dass mein Körper noch nicht so tut wie ich will… bspw ganz rumdrehen oder krabbeln.

Das hab ich diesen Monat gelernt: Spielsachen festhalten – auch schon beidhändig, auf die Seite rollen, viele neue Geräusche und meine Zehen habe ich jetzt auch entdeckt.

Lieblingsspielsachen: das Glubschidil von Tante Carina, die Kinderwagenkette, der Flieger, das Trapez und Mamas Leiberl.

eltern sein

12 Wochen / 3 Monate Eltern sein

Neue Erkenntnisse: „Sie wachsen so schnell“ ist nicht nur ein Spruch. Ich bin mehr Glucke als ich und alle meine engen Freundinnen gedacht hätten. Ich kann das Mutterding gar nicht so schlecht und der Hase ist im Papamodus ein Traum. Unglaublich, was so ein kleines Wuzzi für große Popel haben kann 😵

Schreckmoment: Eigentlich jedes Mal wenn er mal unrund ist, viel raunzt, schwer zu beruhigen ist… dann glaube ich immer gleich, er ist krank. Denn sonst läuft es eigentlich verdammt rund – wenn man mal von den ersten etwa 6 Wochen absieht.

Dafür fehlt die Zeit: Für den Blog, ganz eindeutig, ein hübsches Futter-Foto zu machen gestaltet sich zeitlich bereits schwierig und im Gegensatz zu Angie schreibe ich nicht nachts um 2… da will ich schlafen. Seliger, geliebter Schlaf! Für den Haushalt so wie ich mir das vorstelle. Für alles andere fehlt mir meistens aber eher die RUHE,…also die innere… so für: Badewanne liegen und lesen.

Der glücklichste Moment: Das war vor ein paar Tagen. Ich musste das Baby kurz ablegen. Das hat ihm nicht so gefallen und er hat einen hochroten Kopf bekommen und zu weinen begonnen. Daraufhin hab ich seine Hände genommen und den „Bibabutzemann“ gesungen und dazu getanzt. Plötzlich hat sich sein Gesicht erhellt und er hat mich nicht nur angestrahlt sondern laut gelacht.

Nächte/Schlaf: Tagsüber gibt es ein paar Nickerchen, die er vorzugsweise AUF mir verbringt, was etwas zeitraubend ist. Abends funktioniert das einschlafen im Bett aber gut. Meistens geht es zwischen 18.30 und 19.30 Richtung Bett. Das heisst, ich wasche und massiere den Kugelfisch, wickle ihn und ziehe den Pyjama an. Dann wird er gestillt und ins Bett gebracht wo es noch eine Geschichte gibt. Das Ritual haben wir gerade erst ein bisschen umgestellt um Essen und Zubettgehen voneinander etwas zu trennen…daher braucht es momentan ein bisschen länger bis er schläft. Normalerweise geht es eigentlich recht schnell und brav in seinem Beistellbett. Wir bleiben bei ihm bis er schläft.
Nachts kommt er noch 2 Mal um Essen… Da bin ich etwas inkonsequent und lasse ihn dann meist im Bett bei mir…Weil er da besser schläft (Bauchweh) und es ja auch so kuschelig ist. Zwischen 5 an schlechten und 6.30 an guten Tagen ist dann Tagwache… Da wird dann gleich munter drauf losgeplaudert. Bis auf einige Ausnahmen, bekomme ich meist genug Schlaf… Aber ich geh ja auch schon um 21/22 Uhr ins Bett.

Darauf freuen wir uns: Auf jeden neuen Tag, denn mit irgendetwas überrascht er uns tagtäglich. Außerdem möchte ich bald Kanga-Training mit dem Babylein machen und im Herbst gehts dann zum Babyschwimmen. Ohhhh…. ja, der zweite Urlaub mit dem Reabeitlchen ist auch schon geplant – dafür müssen wir demnächst sogar Passfotos machen lassen, denn im Juli gehts wieder nach Piran!

Das macht Mama glücklich: Sein Lächeln wenn er mich sieht. Immer, wenn ich denke, ich wäre nicht nur eine Rabenmutter (das war ja sowieso klar…) sondern auch noch eine schlechte Mutter, strahlt er mich an und ich weiß, nein, du machst alles richtig! Und ich freue mich auch tierisch über jeden meiner eigenen New-Mom-Milestones die wieder etwas Normalität aus meinem „alten“ Leben in mein neues bringen… Friseur gehen, Mittagessen rechtzeitig um 12 für Papa fertig haben (ohne, dass das Kind deswegen vernachlässigt werden musste), Pünktlichkeit (ja, geht auch mit Kind, wenn man, wie es eine Freundin so schön nennt „Mikromanagement“-Irr ist wie ich), etc. pp.

Das macht Papa glücklich: Wenn Klemens vor der Action-Cam und unter dem Trapez sein Bestes gibt. Und, wenn er an einem Abend in der Woche, während ich zur Rückbildung gehe, die alleinige Verantwortung hat und das Baby ins Bett bringt (und es dann auch wirklich selig schläft, wenn ich heimkomme). Gitarre spielen für den Kugelfisch – der singt dann immer so schön mit.

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Die nächste Zeit wird richtig spannend, denn die Zähnchen schießen schon ein und ich freu mich auch murds darauf mit Beikost zu beginnen. Derzeit wird noch voll gestillt (bis auf ein paar ml Fencheltee, die ich hie und da probiere, zwecks dem Bauch) und nein, wir verwenden keine Stoff- odere Ökowindeln… Niemand nimmt mir meine geheiligten Pampers. Überhaupt mach ich nicht viel mit, von dem Attachment-Parenting Trend… sorry. Und wenn, dann auch nur aus Bequemlichkeit… aber auch das ist ein anderes Thema… ;)

xoxo
Mitzia

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