{Die wunderbare Welt der Gewürze} – Ein Klassiker im neuen Gewand: Spargelcremesuppe mit Tonkabohne

{Die wunderbare Welt der Gewürze} – Ein Klassiker im neuen Gewand: Spargelcremesuppe mit Tonkabohne

Ich habe durch meinen „Gewürzdealer des Vertrauens“ vor einiger Zeit die Tonkabohne entdeckt, welche ich euch auch schon im Grieskoch und bei den Isabellabuchtln mal „nahegelegt“ habe.

Die Tonkabohne ist eigentlich der Samen des Tonkabaumes und man sagt, sie hätte einen, der Vanille ähnlichen Geschmack…also…entweder rauch ich zu viel oder meine Geschmacksknospen funktionieren ein bisschen anders…ich seh da nix vanilliges ABER ich stehe grundsätzlich total auf die Tonka-Note (denn mir fällt wirklich kein passender Vergleich ein) …süßlich und erdig. Macht sich auch gaaaanz toll mit Schokolade!
Man kann die Tonkabohne entweder, wie eine Muskatnuss, reiben oder aber wie auch Vanilleschoten mitkochen. Danach einfach abtrocknen und wieder trocknen lassen und wiederverwenden.
Sparsam umgehen damit … das Cumarin aus der Bohne kann Übelkeit verursachen…wirkt allerdings auch erotisierend ^^ vl. steh ich deswegen so drauf?

Diesmal habe ich die Tonkabohne in einem pikanten Rezept eingesetzt…sie macht sich nämlich echt in Kombination mit Marchfelder Spargel…

Farblich passen da meine neuen Riess-Töpfe ja wie die Faust aufs Aug!
 


Marchfelder Spargelcremesuppe mit Tonkabohne,
Radieschen-Minz-Pesto und Spargelbällchen
2-4 Portionen
 
400g weißen Spargel
1el Butter
2el Mehl
50ml Weißwein (optional)
ca 300ml Spargelsud
ca 100ml Gemüsesuppe
100ml Rama Cremefine
1-2 Tonkabohnen (mir reicht eine)
Salz/weißer Pfeffer
 
1el Topfen
1 Hand voll Semmelwürfel
Semmelbrösel
1 Ei
Salz/Pfeffer
Panierstation (Mehl/Ei/Bröseln)
 

Ich kaufe ja meinen Spargel grundsätzlich ein Mal im Jahr ein :) Wenn ich zur Spargelsaison in NÖ bin – da nehm ich dann halt gleich ein paar Kilo mit. Was ich nicht gleich mal verarbeite schäle ich und friere ich ein.
Aus den Schalen und Abschnitten koche ich einen Sud, den ich einwecke. Spargelgusta übers Jahr hin gerettet ;)

Zubereitung
Spargelspitzen abschneiden und zur Seite legen.
Für die Spargelbällchen ca. 1/3 des Spargels nehmen und ganz klein schneiden. Die Spargelwürfel mit Ei, Topfen und Semmelwürfel mischen und etwas ziehen lassen. Sollte die Masse bei der Verarbeitung noch zu feucht sein, einfach ein paar Semmelbrösel untermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Panierstation vorbereiten und mit bemehlten Händen kleine Kugeln aus der Masse rollen, panieren und im heißen Öl kurz rausfrittieren. Wer die Einlage warm möchte, kann sie entweder kurz vor dem Servieren rausfrittieren oder aber im Ofen warmhalten.

Restlichen Spargel, bis auf die Spitzen, in etwa 1-2cm lange Stücke schneiden. Butter im Topf erhitzen und Spargel leicht anbraten, mit dem Mehl stauben und mit dem Weißwein oder gleich mit der Suppe ablöschen – dabei fleissig rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Spargelsud, Cremefine und Tonkabohne hinzufügen und etwa 30min köcheln lassen.

Vom Herd nehmen, die Tonkabohne rausfischen (!) und mit dem Stabmixer pürrieren (ich verwende den MQ535 von Braun). Die Spargelspitzen hinzufügen und nochmal etwa 5min erwärmen.

Die Suppe im Teller anrichten, Spargelbällchen reinsetzen, etwas frische Tonkabohne darüber reiben und wer möchte noch mit einem kräuterlichen Pesto garnieren. Mein Pesto aus Radieschenblättern und Minze hat herrlich dazugepasst!

 
Schaut das nicht extreeeemst lecker aus? Hach, ich sag euch, ich hätte mich glatt reinlegen können!
Spargel steh ich ja sowieso ganz schlimm drauf…und mit der Tonkabohne und ihrer süßlich-erdigen Note einfach Hammer…kommt allerdings vielleicht auch davon, dass ja beiden aphrodisierende Wirkung nachgesagt wird ;)
 
Vl. also einfach mal zum nächsten Valentinstag das volle Programm fahren ;)
 
xoxo

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2 Kommentare

  1. Also, wenn ich die Suppe in einem Haubenlokal serviert bekommen tät, würds mich auch nicht wundern :) Das mit den Bällchen find ich eine Superidee!

    Liebe Grüße
    Nadja

  2. Liebe Mitzia,
    Ein leckeres Rezept, ich liebe alles was mit Tonkabohne zu tun hat :-)
    Herzliche Grüsse,
    Sabine