Ich packe meine Kliniktasche…

Ich packe meine Kliniktasche…

Tadaaaa… Da wär ich wieder!!

Ich habe eine Übergangslösung gefunden und hoffe damit nun wieder mehr oder weniger regelmäßig bloggen zu können.

Grundsätzlich halt ich nicht viel vom „Bloggen vom Handy aus“ – alles was aus mehr als einem Satz besteht, tippe ich lieber am Laptop und Layouting vom Handy aus ist auch eher mau… Aber wir versuchens jetzt mal mit „zitzerlweis per Handy schreiben“ und „Finish am Laptop wenn Papa daheim ist“. Mal sehen wie das funktioniert.

Ich packe meine Kliniktasche… Und nehme mit..

Ich mags gern chronologisch… Deswegen starte ich heute nicht mit einem Erlebnisbericht „Leben mit Baby“ oder zur Geburt, sondern mit meiner Kliniktasche.

Orga-Freak der ich bin, war für mich das Packen der Kliniktasche ein sehr wichtiger Punkt in meiner geistigen Vorbereitung auf die Geburt…  Es heisst ja immer, das sollte man etwa 8 Wochen vor ET schon erledigt haben..
Wollte ich gerne… Aber ich hatte nicht alle Sachen, die unbedingt mit mussten beisammen und in meinen letzten beiden Monaten war ich so rund, dass ich mich lieber auf meinen Mann verlassen hab, um größere Besorgungen und Einkäufe zu machen. Autofahren war einfach nimmer so lustig. Gepackt habe ich sie schlussendlich in der 37. Schwangerschaftswoche.

Den Stress hätte ich mir sparen können 😂 Aber leichter war mir schon, als die gepackte Tasche endlich im Vorraum auf ihren Einsatz wartete.

Das Wichtigste war eigentlich die Tasche selbst – denn mir war wichtig, dass sie viel Platz bietet UND praktisch und übersichtlich beim Öffnen ist.
Ich hab zwar so eine ganz normale, große Leder-Reisetasche, aber wenn man die öffnet, kullert nur alles durcheinander. Das nervt.

Reisenthel hat mir für meinen Klinikaufenthalt einen Allrounder in Größe L und einen Toiletbag, beides im Dot-Design (wie sollte es denn bei mir anders sein :D), zur Verfügung gestellt. Gottseidank! Denn selbst der Allrounder gelangte bei meinen Wünschen fast an seine Grenzen :)
Der Allrounder hat einen praktischen „festen Rahmen“, nicht so schlabbrig wie bei einer normalen Reisetasche und ausserdem viele Fächer an den Innenseiten.

Organisation in der Kliniktasche

Den Inhalt meiner Kliniktasche habe ich, wie sollte es anders sein, in Kategorien eingeteilt.

– Der Kreißsaal
– Der Aufenthalt
– Dokumente
– Das Baby

Klar… „kann man alles nachbringen“… aber bei aller Liebe, wenn ich darauf hoffe, dass mein Mann dann die richtigen Dokumente (alle nämlich!) findet, oder das Shirt, das ich haben will… dann bin ich selbst Schuld. Aber das ist halt mein Orga-Hirn.

Das Baby

Fürs Baby musste ich nicht viel einpacken, da das KH eigentlich alles, von Pampers bis hin zu Stramplern, zur Verfügung stellte. Ich habe also daheim den Maxi Cosi für den Heimtransport gerichtete und 2 Outfits (einmal in 50, einmal in 56) hineingelegt. So musste mein Mann dann fürs „Abholen“ nur den Maxi Cosi schnappen und geht… (Ganz so einfach war es dann doch nicht, denn der selbstgenähte Strampler in 50 war knapp zu klein, der Overall in 56 zu groß und so musste ich René doch noch einkaufen schicken 😂)

Dokumente

Neben natürlich der E-Card und dem Mutter-Kind-Pass habe ich auch die Dokumente für die Meldung des neuen Erdenbürgers schon in meine Kliniktasche gepackt, so musste ich mir keine Gedanken machen, ob René sie evtl. vergisst.
Auch das hätte ich mir sparen können – da wir letztes Jahr im „neuen System“ geheiratet haben, mussten wir im KH lediglich eine Unterschrift tätigen. Die Geburtsurkunde, den  Staatsbürgerschaftsnachweis und den Meldezettel konnten wir eine Woche später bei unserer Heimatgemeinde abholen.

Solltet ihr diesen Vorteil nicht auf eurer Seite haben, findet ihr die für Österreich benötigten Formulare und den Ablauf >>hier<< bzw. gab es von unserem KH auch einen Infozettel (die wussten das mit dem Verheiratet-Sein wohl auch nicht ;)).

Wichtig war außerdem meine Hebammenbestätigung. Ich wollte das KH schnellstmöglich verlassen und hatte daher eine Bestätigung meiner Hebamme eingepackt, die besagte, dass sie mich und das Baby bei einer vorzeitigen Entlassung weiterbetreut und auch die U2-Untersuchung am Reabeitlchen vornehmen würde.

Der Kreißsaal

Vorweggenommen: Die Unkenrufer hatten Recht und ich konnte die Sachen kaum brauchen – lag aber wohl an meiner speziellen Situation, von der ich euch später noch erzählen werde. Angenommen, es wäre alles so gelaufen, wie es beim Großteil der Erstgebärenden läuft, hätte ich das alles sehr gut gebrauchen können! Wenn ich an meine Zimmerkollegin denke, der ich sicher einen Tag lang beim Wehen-haben zugesehen habe ^^

kliniktasche carenstroll essentials kreißsaal

  • Massageball und -holzdingens: für den Druck im Kreuz
  • Rosen-Massageöl: ebenso für solchen
  • MP3-Player: wenn die Wehenpausen noch lang sind, man keine Lust auf die angebotene Musik hat (gabs bei uns tatsächlich, eine Auswahl an CDs – haben uns dann für den Radio entschieden) und es grundsätzlich vl. noch gechillt abgeht.
  • Die Kamera: wer weiß, gibt das Handy gerade im entscheidenden Moment den Geist auf?
  • Lavendelduftöl: zur Entspannung

Im Kreißsaal gehts natürlich in erster Linie um die werdende Mama… aber auch den Papa darf man nicht vergessen:

  • Deo: für die Erfrischung zwischendurch (der Mama ist eh ned mehr zu helfen, aber ich weiß bspw. wie sehr mein Mann es hasst, verschwitzt zu sein.. und in den Kreißsälen hats eine ordentliche Temperatur!
  • Rosmarinduftöl: für den Kreislauf
  • Nicht am Foto ersichtlich: GELD – wer weiß wie lange das dauert, vl. braucht Papa auch mal eine Pause und hat nichts eingesteckt. :D

kliniktasche carenstroll verpflegung

Nicht zu verachten ist die Verpflegung. Wenn du ewig in den Wehen liegst sind so „kleine Happen“, die Zucker und somit Energie liefern wie Müsliriegel, Traubenzucker oder diese Babyfruchtriegel sowohl für die werdende Mama als auch für den Papa ein Segen… kann ich mir vorstellen :D Ich hab mich halt im Wochenbett im Krankenhaus darüber gefreut. Die 3 Flaschen Wasser die ich mit hatte waren aber unerlässlich. Zuckerwasser für den Papa :D

Für bequeme Kleidung für sich selbst, hat mein Hase selbst gesorgt und selbige im Auto deponiert.

Ebenso für den Kreißsaal geplant war das rote Handtuch. Es hat bereits 3 Nächte bei mir geschlafen und darin hätte ich mein Baby gerne eingewickelt gehabt… hätte…

Der Aufenthalt

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Für die Zeit im KH vor und nach der Geburt kamen natürlich auch ein paar Kleinigkeiten mit.

  • dicke Socken: die Hormone. Mir war entweder heiß oder eiskalt. Für beides war ich ausgestattet. Es gibt nichts schlimmeres als kalte Füße!
  • Patschen: na, eh klar, ne ^^
  • Bademantel: der geht jetzt wieder vorne zu! Also nachher.
  • Shirts mit Knöpfen: zum Stillen. Natürlich bekommt man vom KH Shirts… aber man ist ja eitel. Das war mir die ersten Tage auch egal. Aber als ich mich allmählich wieder wie ein Mensch fühlte, war ich froh sie mitzuhaben. Beide waren überlang und das schwarze, in das ich sogar vorher extra noch eine Knopfleiste eingenäht habe, wollte ich eigentlich auch zur Geburt tragen… mir war viel zu heiß dafür :D
  • bequeme Jogginghose: Umstandsjogginghosen SIND DIE BESTE ERFINDUNG EVER
  • StillBH und bequeme Unterhose / zum Heimfahren… allerdings gibt es da im KH so Netzhöschen und die sind mit Wochenfluss (jaaaaa, nicht nur Chrissy Teigen kann Tabus brechen) ebenso Gold wert wie Umstandsjogginghosen, denn die Binden „gegen“ den Wochenfluss sind echt monströs. Außerdem sind sie hoch geschnitten – sollte das Kind bspw. durch Kaiserschnitt auf die Welt kommen ist ALLES, was nur in die Nähe der Narbe kommt mehr furchteinflößend als bequem, egal wie groß geschnitten. Der BH sollte nicht einengen – erstens zwecks bequem und zweitens zwecks Milch ;)
  • Outfit zum Heimfahren: auch hier gilt: alle Eventualitäten bedenken. Also ich pass heute noch nicht in Hosen von vor der Schwangerschaft :) Also bitte nicht die Lieblings-jeggins mitnehmen sondern eine Umstandshose!

kliniktasche carenstroll toilette

In die Toilettasche von Reisenthel kamen:

  • Haargummis, Haarnadeln, Lippenpflegestift, kleine Zahnpasta und Zahnbürste: verpackt im goldenen Tascherl für den Kreißsaal! Zahnpasta und -bürste natürlich wieder für den Papa… aber der Lippenpflegestift ist so wichtig. Die Lippen trocknen spätestens in der zweiten Wehenphase komplett aus.
  • Reinigungstücher
  • BB-Creme, Kajal, Rouge, Mascara: ja, es war mir wichtig :) Denn irgendwann hast du einfach das Bedürfnis wieder wie ein Mensch auszusehen.
  • Haarbürste
  • Deo: Danke an SebaMed, die eines OHNE Parfumstoffe haben (das Butzi soll ja die Mama riechen, nicht das Deo) und mir das, sowie Babypflege freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben.
  • Shampoo in Reisegröße
  • Duschgel: Balea hat ein parfumfreies Duschgel (weil, eh schon wissen)
  • kleines Handtuch: okay… Handtücher gab es täglich neue im KH… das war also wirklich nicht nötig.
  • Ohropax: SO WICHTIG – ja, du musst dein Baby hören. Aber erstens sagt keiner, dass du nicht vl. vor der Entbindung eine Nacht lang auf Wehen wartest oder dgl. – und dies vielleicht in einem Zimmer mit 3 anderen Damen und v.a. 3 Babies, die alle Nachts Hunger kriegen!!! Und zweitens bin ich froh, dass ich mich 1-2 mal entschlossen habe, den Kleinen zwischen 2 mal Stillen ins Schwesternzimmer zu geben, mir die Ohropax reinzuschmeissen und mal eine Mütze Schlaf zu sammeln!

Mit kamen außerdem noch mein E-Reader, Mullwindeln, die ebenfalls schon bei mir geschlafen haben, die passenden Milestone Babycards* und, GANZ WICHTIG (hat aber nicht in die Tasche gepasst :D) mein Stillkissen von Theraline. Ich liebe es. Und auch wenn man im KH eines bekommt: sogar die Schwestern waren neidig auf die Qualität meines Stillkissens :D Das Teil war mir auch während der Geburt unheimlich hilfreich!

kliniktasche carenstroll stuff

Im Allrounder von Reisenthel* hatte alles super Platz und ich konnte, dank der seitlichen Innentaschen, auch schön sortieren. Ein Traum für Menschen wie mich. Für andere vermutlich verzichtbar… So oft habe ich vorher gehört, dass das alles unnötig ist: Selbst wenn ich aufgrund der Umstände nicht alles benutzen konnte, es hätte ja sein können! Und so gesehen muss ich sagen, dass ich auf NICHTS aus meiner Kliniktasche hätte verzichten mögen.

Mit dem Baby gehts jetzt bald auf den ersten Kurzurlaub und auch da bin ich jetzt schon über den Allrounder froh, denn schnell mal 3 T-Shirts, 2 Hosen und 1 Toiletttascherl einpacken ist heut nicht mehr :D

So, das war er, mein erster Post nach der Blog-Karenz… auch eine schwere Geburt :) Aber ich freue mich so, dass ich dazu gekommen bin. Vielleicht müssen meine zukünftigen Beiträge etwas kürzer ausfallen? Will man überhaupt solche Romane lesen wie ich sie immer verzapfe?

Na jedenfalls… nachdem ich hier ja jetzt schon ordentlich geteasert hab, wirds im nächsten Beitrag um die Geburt gehen und warum ich gewisse Sachen nicht gebraucht habe… vermutlich auch eine Art, ein Geburtstrauma aufzuarbeiten… Vielleicht geht sich das ja schon nächsten Mittwoch aus?

xoxo
Mitzia

PS: soll ich mir die Arbeit antun und noch ein Checklisten-PDF für euch erstellen?

* Der Beitrag ist in Kooperation mit Reisenthel entstanden – Allrounder und Toiletbag wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für die Zusammenarbeit.
* Der Beitrag ist in Kooperation mit SebaMed entstanden – Das Deo wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für die Zusammenarbeit.
* Die Links sind Amazon-Affiliate-Links. Bei Bestellungen über diese Links (egal ob das beworbene Produkt oder ein anderes) erhalte ich eine kleine Provision. Das Produkt wird für dich dadurch nicht teurer!

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2 Kommentare

  1. Guess who ^^

    Ich lese deine „Romane“ gerne, aber wenn DU kürzer schreiben willst versteht das, glaube ich, ist… und ich brauche kein PDF weil ich mit der Reproduktion abgeschlossen und, wie du weißt, nicht einmal eine anständige Wickelasche besitze. Chaos-Hirn :D

  2. Also ich lese deine Berichte gerne. Und ich finde sie sind nicht zu lang. Bzw. sind sie so geschrieben, dass ich mich nicht langweile. Also immer her damit :)

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