Rote Bete Risotto (alkoholfrei) | Rezepte

Rote Bete Risotto (alkoholfrei) | Rezepte

Mein Rezept für Rote Bete Risotto hängt hier schon ewig in der Pipeline… eine Beikost-Gruppe auf Facebook war nun endlich ausschlaggebend für die Veröffentlichung am Blog. Das Risotto gab es bei uns heute nämlich zu Mittag, sowohl für die Großen als auch für den Kleinen und die Gruppenmitglieder haben um das Rezept gebeten. Diesmal kann ich sagen: nichts leichter als das, denn geshootet und geschrieben habe ich das Rezept bereits Anfang des Jahres – damals bereits alkoholfrei, weil ich schwanger war. Es wurde im Unimarkt-Magazin „Mundart“ veröffentlicht (hier gehts zur Veröffentlichung>>), just als ich im Krankenhaus lag und mein Reabeitlchen zur Welt kam. Gut, dass mein Familienname falsch geschrieben wurde habe ich nicht bemerkt. Aber das bin ich.

Rhonen, Rote Bete, Rote Beete, Rote Rüben

Rote Bete sind ein Fall für sich. Alleine die Schreibweise. Mir dreht sich immer der Magen um, wenn ich „Beete“ lese, in Beeten werden sie angepflanzt. Das wars dann aber auch. Aber neuerdings darf man ja alles schreiben wie man möchte… In der Steiermark nennt man sie überhaupt gleich Rohnen. Vermutlich um der Diskussion zu entgehen. Möchte man das, kann man aber auch Rote Rüben sagen :D

An der roten Bete scheiden sich die Geister, wobei man wohl sagen kann, dass sie im allgemeinen nicht sonderlich beliebt ist – jedoch ist die Winterknolle ist eines der gesündesten Lebensmittel der Welt und sollte viel öfter genossen werden.

Das enthaltene Betain schützt Herz, Galle Blutgefäße und Leber und erhöht außerdem den Serotoninspiegel:

Rote Bete machen glücklich!

Meist werden sie gekocht als Salat oder Essiggemüse verzehrt, sind aber auch als Rohkost im Salat oder als Saft bekömmlich. Als warme Gemüsebeilage harmonieren sie mit Fleisch und Fisch und passen gut in Suppen, Eintöpfe und Risotti. Sehr bekannt ist das aus Russland stammende Gericht Borschtsch, ein Eintopf mit Roten Rüben, Weißkraut und Fleisch.

Kren, Ingwer, Kümmel und Kräuter wie Koriander, Dille, Petersilie, Basilikum und Schnittlauch passen ausgezeichnet zu Roten Rüben.

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Rote Bete Risotto mit Basilikum und Schafskäse
4 Portionen

Zutaten

  • Olivenöl
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 400g Risottoreis
  • ca. 1l Gemüsesuppe
  • 1 gestr. EL Rosmarin
  • 1 gestr. EL Thymian
  • etwa 400g rote Bete, gewürfelt
  • 2 EL Butter
  • ca 50g Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Handvoll Basilikumblätter, gehackt
  • Schafskäse, etwa 150g

Zubereitung

Die Zwiebel in Olivenöl anschwitzen, Risottoreis hinzufügen und etwas mitrösten. Reis mit etwas Suppe ablöschen. Temperatur zurückdrehen und die Flüssigkeit einkochen lassen. Den Vorgang noch etwa 5 mal wiederholen, bis die Suppe aufgebraucht ist und der Reis die gewünschte Konsistenz erreicht hat*. Währenddessen Thymian und Rosmarin hinzufügen. Gegen Ende ebenfalls die rote Bete (+Saft, falls eingelegt) hinzufügen.

Das Rote Bete Risotto mit Parmesan und Butter montieren, kurz rasten lassen. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Vor dem Anrichten Basilikumblätter sowie zerbröselten Ziegenkäse unterheben.

* Notiz: Die Suppenmenge richtet sich oft nach dem verwendeten Reis, der Temperatur (ist ja bei jedem Herd anders) und natürlich dem persönlichen Geschmack. Es hält sich leider hartnäckig das Gerücht, Risotto müsse, wie Pasta, al dente sein. Für mich gibt es nichts schlimmeres, als auswärts Risotto zu bestellen und dann die Reiskörner aus den Zähnen pulen zu müssen. Tatsächlich sollte ein Risotto, nicht nur nach meinem Geschmack, „all’onda“ sein. Sämig und Cremig. Unerlässlich dafür ist das Montieren mit Butter!!

Im Winter hat man jetzt nicht unbedingt frischen Basilikum zur Hand – meine Schwiegermutter hat im Sommer immer so unendlich viel, dass sie ihn mit etwas Knoblauch und Öl, in Streifen geschnitten, in Gläsern bevorratet. Das verwende ich dann im Winter gerne statt dem frischen Kraut.

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Das Rote Bete Risotto in der Familienküche

Unser Sohn isst bereits größtenteils am Tisch mit uns mit. Leider bin ich mit den bisher „gelesenen“ BLW-Kochbüchern nicht so glücklich und adaptiere daher meist unser Essen bzw. wähle unser Essen auch danach aus, dass Klemens mitessen kann und er alle nötigen Nährstoffe erhält.

Für die Familienküche habe ich das o.a. Rezept wie folgt adaptiert:

  1. Ich habe nicht mit Gemüsesuppe gekocht, da Klemens noch kein Salz bekommt – daher habe ich nur Wasser verwendet.
  2. Die Roten Bete habe ich zur Hälfte schon etwas früher dazugegeben, dabei behalten sie zwar nicht so schön ihre Farbe, aber geben ein bisschen mehr Geschmack ab.
  3. Gegen Ende der Kochzeit habe ich eine kleine Portion für Klemens in einen separaten Topf gegeben und die restlichen Rote Bete auf die zwei Töpfe aufgeteilt (weniger im Babytopf – rote Bete sollten in dem Alter noch nicht zu häufig genossen werden) sowie das Basilikum in jeden Topf gegeben – nur ein bisschen für das Baby… der ist schon recht knoblauchig gewesen, hat aber gut Geschmack gegeben.
  4. Nun habe ich unseren Topf mit Suppenpulver (selbst gemachtes aber eben mit Salz, man kann aber natürlich auch einen Suppenwürfel verwenden), Salz und Pfeffer abgeschmeckt und mit Parmesan und Butter montiert.
  5. Klemens‘ Risotto habe ich nur mit etwas Butter montiert.
  6. Vor dem Servieren wurde dann noch frisch der Feta untergehoben – nur im Elternteller natürlich.

Meinem Sohn hat es gut geschmeckt und obwohl Essen momentan jedesmal ein Kraftakt ist, weil er versucht währenddessen aufzustehen und alles HINTER dem eigenen Rücken interessanter ist als davor, ging doch die ganze Schale weg. Das Tolle am Risotto ist auch, wenn mal was danebengeht, kann er das gemütlich mit den Fingern wieder reinstopfen.

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Lasst es euch schmecken, ob Groß oder Klein :), und gebt der roten Bete eine Chance…

xoxo
Mitzia

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