Vegane Versuchung – Rezension und Rezept veganer Lemon Curd

Vegane Versuchung – Rezension und Rezept veganer Lemon Curd

Ich besitze eine Unmenge an Kochbüchern und könnte euch vermutlich wöchentlich mindestens eine Rezension bieten. Das habe ich bisher allerdings, nicht grundlos, vermieden.

Kochen ist zwar Wissenschaft, in erster Linie jedoch immer noch Leidenschaft!

Bei meinen eigenen Rezepten versuche ich meine Leser dazu zu motivieren, beim Kochen ruhig mal zu experimentieren, Zutaten zu ersetzen, wegzulassen oder hinzuzufügen. Natürlich geht da mal was daneben, aber aus Fehlern lernt man bekanntlich. Weil ich das allerdings so handhabe, hole ich mir aus Kochbüchern genau mal Anregungen… Selbst wenn ich ein Rezept zum Kochen verwende, ändere ich während des Kochvorgangs dann immer wieder etwas ab. Nach Lust und Laune. Und ich bin mir nicht sicher, ob ihr mit so einer Rezension was anfangen könntet…

Für den heutigen Beitrag habe ich auch ein bisschen experimentiert… Vegan! Und zwar absichtlich. Beim Kochen geht das ja noch halbwegs (ob jetzt geplant oder nicht) aber beim Backen bin ich da vorsichtig… ich kann mir gewisse Dinge einfach nicht ohne Eier oder Milchprodukte vorstellen UND ich werde nie die veganen Osterpinzen vergessen, die ich mit Nadja von Winterspross kocht gebacken habe.

Ich habe mir also Unterstützung in Kochbuchform geholt – denn beim „vegan backen“ war ich mir ziemlich sicher, dass ich mich an das Rezept halten und es so auch realistisch beurteilen würde beurteilen können, vor lauter Angst, „des kann sonst eh nix werden“.

Foto: Freya Verlag |Daniela Friedl & Miriam Emme
Foto: Freya Verlag |Daniela Friedl & Miriam Emme

Rezension: Vegane Versuchung (Daniela Friedl & Miriam Emme | Freya Verlag)

Der Freya Verlag hat mir hierzu freundlicherweise mein erstes (!) veganes Koch- bzw. eher Backbuch zur Verfügung gestellt.

Kaum erhalten, hab ich mich schon in die optische Aufmachung verliebt… aber da bin ich sowieso ein Opfer und ganz klar der Meinung, das Auge isst mit. Das Design und die Fotos – alles ganz eindeutig Mitzia-Style ♥ Tupfen, Streifen, Pastell und liebevolle Details. Als ganz entzückende Idee empfinde ich die knapp 18 Seiten Vorlagen für Geschenkverpackungen, Anhänger, Labels und Etiketten und für mich besonders interessant waren die etwa 15 Seiten mit hilfreichen Infos zu den Rezepten oder mit Argumenten für die vegane Ernährung etc.pp. Vorweg.

Die Rezepte sind unterteilt in 57 „Selber Schlemmen“– und 25 „Süßes zum Vereschenken“– Rezepte wobei man wirklich alles mögliche finden kann. Von nützlichen Basics wie Löwenzahnhonig und Leinschnee über Klassiker wie Tiramisu, Blaubeer-Muffins und Nussecken bis hin zu Exoten wie rohem Kürbis-Ingwer-Kuchen und Pistazien-Cranberry-Marzipan-Konfekt.

Da ich bei meiner kleinen Bloggerwichtelrunde einen Partner erwischt habe, der sich vegan ernährt, kam die „Vegane Versuchung“ wie gerufen, damit ich Sophie von Somehow Sophie auch etwas Selbstgemachtes ins Päckchen legen kann. Nach langem Rumgestöber habe ich mich, nicht ganz uneigennützig, für den veganen Lemon Curd entschieden. Die Zutaten dafür hatte ich tatsächlich zuhause und außerdem steh ich auf Lemon Curd, muss allerdings aufgrund der Schwangerschaft momentan darauf verzichten… ist mir einfach zu unsicher mit den Eiern. Nun hab ich wieder Lemon Curd im Haus.

Das Rezept dazu ist blunzeneinfach (viel einfacher und weniger zum Aufpassen als die klassische Version), die Zutaten nicht zu exotisch und das Ergebnis super schmackhaft! Wirklich! Ich war selbst total überrascht wie extrem gut der Curd geworden ist! Ihr könnt euch davon aber auch gerne selbst überzeugen, denn ich darf es mit euch teilen!

vegan lemoncurd

Ich habe in meiner Version, weil ich auch Orangen da hatte, sowohl Zitronen- als auch Orangensaft verwendet! Außerdem habe ich ein bisschen mehr Maisstärke verwendet und einen Reis-Mandel-Drink. Puren Mandeldrink hatte mein Supermarkt nicht.

Andere Rezepte werde ich vielleicht später nochmal ausprobieren – das verlinke ich euch dann natürlich ;)

Mein Fazit 

Mich, als Nicht-Veganerin, haben viele der Zutaten etwas abgeschreckt. Nicht in Sache „ekelig“ oder so (sowas würde ich zu Lebensmitteln sowie nicht sagen), sondern einfach, weil ich ohnehin schon kaum Platz und einfach nicht die Möglichkeit habe, weitere 20 verschiedene Getreidesorten und v.a. Zutaten zu lagern, die ich nicht schnell mal verbrauchen kann wie verschiedene Sorten Zucker, Reis- und Mandeldrinks (o.ä.) etc. Außerdem lebe ich ja bekanntlich am Land… Mein Unimarkt und mein Greißler des Vertrauens haben nun nicht gerade die größte Abteilung was „alternative“ Lebensmittel angeht. In Leibnitz bekomme ich aber so ziemlich alles, was das Herz begehrt beim Frischehof… aber da fahr ich auch nicht schnell mal eben hin ;) Für jemanden, der ohnehin schon vegan lebt ist das natürlich kein Hindernis oder eine Herausforderung… da nehme ich fast an, dass die Zutaten zuhause sind – denn soooo exotisch sind sie nicht.

vegane versuchung lemon curd
Meinen Lemon Curd habe ich mit nichtveganem Frischkäse und ebenso nichtveganen Scones genossen.

Vegane Versuchung – Soja- & Weizenfrei*
Freya Verlag
€ 19,90
192 Seiten
November 2014
ISBN 978-3990251713

Grundsätzlich bin ich  begeistert von dem Backbuch und den Rezepten, schon gespannt darauf weitere Rezepte auszuprobieren (der Rest Reis-Mandel-Drink muss ja auch noch verbraucht werden ;)) und kann euch die „Vegane Versuchung“ wirklich weiterempfehlen. Vielleicht wisst ihr ja jemanden, der sich darüber freuen würde das Buch unter dem Christbaum zu finden?

 xoxo
Mitzia

*Rezensionsexemplar/Affiliate-Link

PS: Am 23.12. gibt es ein weiteres, ein eigenes, veganes Rezept. Der letzte Post vor meiner Weihnachtspause beschert euch rohvegane Kekse. Wollt ihr die noch schnell für Weihnachten machen, dann besorgt euch schon mal: Trockenfrüchte, Kokosflocken, Mandeln und Quinoa-Mehl.

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2 Kommentare

  1. Das Lemon Curd Rezept scheint interessant zu sein. Mal sehen ob ich es einmal ausprobiere. Was mich als nicht-Veganeran der veganen Ernährung stört ist, dass man viele „exotische“ Produkte/ Ersatzprodukte verwenden muss. Eine Priese davon, 1 El davon…und wie du schon geschrieben hast muss man sich 20 verschiedene Sachen für ein einziges Rezept kaufen. Aber es gibt auch Rezepte, wo man mit „normalen“ Zutaten vegan kochen kann. Diese Rezepte probiere ich dann auch gerne.

    LG, Diana

  2. Hallo Mitzia!

    Das Buch scheint ja wirklich interessant zu sein – das schaue ich mir gleich einmal genauer an!
    Und der Lemon Curd kommt gerade recht – ich brauche noch eine Rezept-Idee für’s Weihnachtsmenü. :)

    Liebe Grüße
    Jenni

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